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Zwingergeschichte und Würfe![]() Als im Herbst 1998 unsere erste Kromfohrländerhündin "India von der Holderheide" in unser Haus zog und ich so begeistert von dieser Rasse war das im Frühjahr 1999 unsere zweite Hündin "Klärchen von der Holderheide" folgte und im Herbst 1999 unsere Kromi-IrishTerrier-Hündin Momo dazukam, hatte ich mit Züchten überhaupt nichts im Sinn. Nachdem Klärchen sich zu einer ruhigen, nervenstarken und gelassenen Hündin entwickelte, keimte dieser Gedanke ans Züchten langsam in mir auf. Nun hieß es erstmal meinen Mann zu überzeugen (ein hartes Stück Arbeit) und dann mussten die Anforderungen u. Formalitäten des Rassezuchtvereins erfüllt werden, wie Ankörung der Hündin, Zuchtstättenkontrolle, Zwingername beantragen usw. Die Wahl des Zwingernamens sollte sich als keine leichte Aufgabe herausstellen, schließlich entschieden wir uns für "hinter der Vest" wie unsere gleichnamige Straße. Dieser Straßenname bezieht sich auf den Bad Abbacher Burgberg mit seinem Heinrichsturm, Überrest der einstigen herzoglichen Burg auf der im Jahr 973 der spätere Kaiser Heinrich II der Heilige geboren wurde. Nach Genehmigung dieses Zwingernamens ging es an die Auswahl der passenden Rüden für Klärchen, die ebenfalls vom RZV genehmigt werden mussten. Am 29.08.2002 war es dann soweit, Klärchen hielt mit Jockey von der Holderheide Hochzeit und am 29.10.2002 wurden 3 Rüden und 4 Hündinnen als A-Wurf hinter der Vest geboren. s.auch Bildergalerie. Klärchen bekam ihre Welpen ohne Probleme und erwies sich als sehr gewissenhafte Mama, die sich ständig um die Sauberkeit und das Wohlergehen ihrer Kinderschar kümmerte. Später erhielt sie Unterstützung in der Erziehung durch Momo. Dieser Wurf erwies sich als äußerst lebhaft und aktiv. Mit Individualisten, wie etwa Alpine die mit 6 Wochen lieber bei den Großen sein wollte und ständig über die Absperrung des Welpenauslaufs kletterte. Überhaupt war zu erkennen, diese Welpen waren von Anfang an lieber mit Menschen zusammen und wollten weniger mit ihren Geschwistern spielen. Mit ca. 10 Wochen gingen sie zu ihren Besitzern und es wurde wieder ruhiger bei uns, was wir durchaus brauchten, ging es die letzte Zeit etwas hektisch zu und die Kinder, trotz Freude über die kleinen Welpen, doch manchmal darüber meckerten das Mama wenig Zeit für sie hatte. [weitere Bilder in der Bildergalerie] Mich hatte nun die Leidenschaft zum Züchten gepackt und so machten Klärchen und ich uns am 18.11.2003 auf um Ajax vom Römertor zu besuchen. Mit Erfolg, denn am 19.01.2004 kam unser B-Wurf hinter der Vest zur Welt, dieses Mal waren es 4 Rüden und 2 Hündinnen. s.Bildergalerie. Dieser Wurf erwies sich als ruhiger und „pflegeleichter“. Sie ließen mich schon länger schlafen als der erste Wurf, was ich ihnen als Langschläferin hoch anrechnete. Auch hier hatten wir eigene Persönlichkeiten. Boromir z.B. der sich immer wenn eine Kamera gezückt wurde in den Vordergrund stellte, damit er auch ja auf das Bild kam. Baldur der Gemütliche, der keine Veränderungen mochte. Alle Welpen liefen freudig in den Garten, Baldur versteckte sich und wollte lieber im Wohnzimmer bleiben, war er dann im Garten, wollte er nicht mehr zurück ins Wohnzimmer. Er war auch derjenige, der etwas länger brauchte als die Anderen bis er sich bei seiner neuen Familie eingewöhnte. Bilbo, das Muttersöhnchen, das am liebsten bei Mama kuschelte. Auch diese 10 Wochen vergingen für mich viel zu schnell und wieder wurde es ruhiger bei uns. [weitere Bilder in der Bildergalerie] Am 26.02.2005 war es wieder mal soweit und wir fuhren zu Anton von Ragazaga. Klärchen bekam am 26.05.2005 unseren C-Wurf hinter der Vest, s.Bildergalerie, wieder 4 Rüden und 2 Hündinnen. Dieser Wurf war ausnehmend angenehm und ausgeglichen, man kann sagen in diesem Wurf passten die Welpen charaktermäßig gut zusammen, sie spielten viel miteinander, nur Caruso musste ab und zu eine „Opernarie“ zum besten geben, darum erhielt er auch seinen Name. Charissia, die Freche, die sich immer wenn Besuch da war nur von ihrer besten Seite zeigte und somit ihre künftige Besitzerin täuschte, die mir nicht so recht glauben wollte, das dieser „brave“ Welpe durchaus auch ein Wirbelwind sein konnte. Nach einigen Züchterjahren kannte ich natürlich nicht nur die schönen Seiten sondern auch die problematischen Seiten der Kromfohrländerzucht. Im Austausch mit anderen langjährigen Züchtern erfuhr ich immer mehr über die Krankheiten die bei den Kromfohrländern auftreten, hatte das Auftreten dieser Krankheiten auch selbst schon bei Würfen gesehen, sowie über den hohen Inzuchtwert von gut 50% bei allen Kromfohrländern. Es wurde zunehmend schwerer einen passenden Deckrüden zu finden, der alle Kriterien erfüllte. Die einzige Möglichkeit die wir sahen, war das Einkreuzen von ähnlichen Rassehunden und Mischlingen um somit positiv auf den Inzuchtwert einzuwirken. Ende 2005 trat ich aus dem RZV aus und schloss mich mit anderen Züchtern zur späteren IGRK zusammen um unsere Ziele, die Verbesserung der Gesundheit und das Wesen der Kromfohrländer, umsetzen zu können. Wir entwickelten unser eigenes Einkreuzprojekt, unterstützt von einem eigens auf uns zugeschnittenes Zuchtprogramm. Wir werden erst in 15-20 Jahren wissen ob wir auf dem rechten Weg sind. Klärchen war inzwischen in die Jahre gekommen, aber sie war immer noch fit und bei guter Gesundheit und so fuhren wir im Mai 2006 zu Django, einem Griffon-Foxterrier-Mischling um unser erstes Einkreuzprojekt in der IGRK zu starten. Am 20.7.2006 war es soweit, Klärchen bekam den D-Wurf hinter der Vest, erster Einkreuzwurf der IGRK, 2 Rüden u. 2 Hündinnen. Dieser Wurf löste bei mir ein nachhaltiges Aha-Erlebnis aus, hatte ich ja vorher nur reinrassige Kromfohrländerwelpen gekannt, konnte ich nun umso deutlicher den Unterschied zu diesen Welpen erkennen. Sie waren gleich nach der Geburt deutlich vitaler, kaum geboren suchten sie sofort die Zitze der Mutter und saugten auch schon. Mit ein bis zwei Wochen standen sie schon wackelig auf ihren Beinchen, die Kromfohrländer sind erst mit drei Wochen soweit. Auch der Körperbau entwickelte sich kräftiger. Es war ein deutlicher Vitalitätsschub zu erkennen. In ihrem Aussehen vereinten sie die verschiedenen Haarvarietäten und Farben der Kromfohrländer. Es war sozusagen ein "Zurück zu den Wurzeln". Dante ist ein Langhaarrüde mit schöner brauner Farbe und Zeichnung, Domino ein typischer Kurzrauhaarrüde in tricolor, Deena eine kurz-kurze Hündin und Diva, eine Rauhharige in schwarz-weiß. [Weitere Bilder in der Bildergalerie] Dieser Wurf war wirklich der krönende Abschluss für Klärchens Ära als Stammhündin des Zwingers "hinter der Vest". ![]() Da Klärchen nun in ihren wohlverdienten Ruhestand trat, machte ich mir natürlich darüber Gedanken wie es denn weitergehen sollte. Vor der Geburt des D-Wurfes war für mich immer klar gewesen, es sollte wieder eine Kromfohrländerhündin die Nachfolge von Klärchen antreten. Nach diesem Wurf kam ich in Zweifel und so entschied ich mich nach langem Überlegen schließlich für eine Kromfohrländermischlingshündin, die die Nachfolge von Klärchen antreten soll. Im Juni 2008 war es endlich soweit und Selene kam zu uns und bringt seitdem ordentlich frischen Wind mit ihrer frechen und pfiffigen Art in unser Haus. Sie ist eine sehr freundliche Hündin, sowohl zu Menschen als auch zu allen Hunden ob groß ob klein.
Nun geht unsere Zwingergeschichte also endlich weiter. Nach dreijähriger züchterischer(Zwangs-)Pause tritt Diva hinter der Vest in die Fußstapfen ihrer Mutter. // Am 09.06.09 fuhren wir mit Diva zu Rumo von der Holderheide. Sie fanden sich auf Anhieb sympathisch, aber als Gentlemen ließ Rumo sich Zeit und nach ca. dreistündigem Werben und als niemand mehr auf sie achtete, klappte es dann wunderbar. |
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